AG philosophischer Editionen

 

 

Die Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen (AGphE) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der philosophischen Forschung, die sich mit der Editionspraxis und mit editionswissenschaftlichen Fragen beschäftigen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1973 hat sich die AGphE auch als Forum verstanden, auf dem Fragen der Forschungsmethoden in der Editionspraxis, der Nutzung sich entwickelnder technischer Möglichkeiten wie auch der Förderung und Institutionalisierung von Editionsprojekten diskutiert werden.

Die Aufgaben der AGphE sind dementsprechend vielfältig. Zu ihren operativen Zielen gehört, das Gespräch mit anderen Disziplinen (bspw. den Philologien, den historischen Fachdisziplinen) zu intensivieren und den Kontakt mit der Editions- und Dokumentwissenschaft auszubauen. Hierzu zählt auch, durch das konzeptionelle Mitwirken in editionswissenschaftlichen Studiengängen, durch den Aufbau attraktiver Förderungsmaßnahmen (Einzelprojekte und Verbundprojekte wie bspw. Graduiertenkollegs und Forschergruppen) den wissenschaftlichen Nachwuchs mit der Editionspraxis und ihrer theoretischen Reflexion vertraut zu machen. Die AGphE will weiterhin der Ort sein, an dem Mitarbeiter/innen der großen, auf langfristige Förderung angelegten, Editionsvorhaben (Akademieprojekte) mit den Initiatoren von vielfältigen Einzelprojekten ins Gespräch kommen. Dadurch wird sie zu einem übergreifenden Kompetenzzentrum philosophischer Editionen von der Antike bis zur Gegenwart. Wir wollen auch über die verschiedenen Editionsformate – von der historisch-kritischen Ausgabe bis zur Leseausgabe „klassischer“ Texte – und ihre unterschiedlichen Rahmenbedingungen nachdenken und hierfür das Gespräch mit Wissenschaftler/innen und Buchverlagen sowie mit Editor/innen und Leser/innen suchen. Wir laden weitere Interessierte ausdrücklich zur Mitwirkung ein! Die AGphE ist – nicht zuletzt über Ihren Email-Verteiler – sowohl Ansprechpartner für methodische Fragen der Editionspraxis als auch Austauschplattform der beteiligten Editor/innen.

Die Arbeitsgemeinschaft kooperiert eng mit dem Fachinformationsdienst (FID) Philosophie und der sich im Aufbau befindenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur NFDI4Memory sowie mit der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition.

Für die kommenden Jahre stehen folgende Leitthemen auf der Agenda der AGphE: Neben der Reflexion über das Bedingungsverhältnis der Konzepte „Dokument“, „Text“ und „Edition“ in theoretischer und praxisgeleiteter Hinsicht (1) wird die forschungspolitische Reflexion zum Thema „Editionspraxis und Kanonbildung in der Philosophie“ (2) stehen. Darüber hinaus werden unter dem Stichwort „Edition und digitales Archiv“ (3) die unterschiedlichen Medien des Edierens und die Möglichkeiten nachhaltiger Sicherung der Ergebnisse editorischer Tätigkeit stehen. Zur Bewältigung dieser Aufgaben werden wir den Gedankenaustausch über die Grenzen der Fachdisziplin Philosophie hinaus suchen, die Möglichkeiten transdisziplinärer Forschungsansätze erkunden und zudem auch an der Internationalisierung der AGphE arbeiten.

Wenn Sie für diese und weitere Informationen in den Email-Verteiler aufgenommen werden möchten, richten Sie bitte eine entsprechende Email an den Geschäftsführer der AgphE.

Die AG wird sich auf dem XXV. Kongress der DGPhil 2021 präsentieren, vgl. dgphil2020.fau.de/programm/dgphil-und-verbaende/

Unsere letzte Tagung handelte über das Thema Kanonbildung und Editionspraxis und fand statt an der Bergischen Universität Wuppertal vom 26.–28. Juni 2019 in Zusammenarbeit mit der Kommission für allgemeine Editionswissenschaft der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition, unterstützt vom Graduiertenkolleg „Dokument – Text – Edition“ der Bergischen Universität Wuppertal sowie vom Interdisziplinären Zentrum für Editions- und Dokumentwissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal. Vorgetragen haben Jörn Bohr, Andreas Speer, Florian Kragl, Hans-Harald Müller, Mirko Nottscheid, Rüdiger Nutt-Kofoth, Reinmar Emans, Anne Wilken, Bodo Plachta, Christine Siegert, Simone Loleit, Michael Erler, Annette Sell, Myriam Isabell Richter, Uwe Maximilian Korn und Andreas Münzmay. Ein Beiheft zu editio (Bd. 49) zum Thema der Veranstaltung  befindet sich im Satz.

Die AG philosophischer Editionen hat zuvor vom 7.–8.2.2018 in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Kulturphilosophie und Ästhetik der BU Wuppertal eine Tagung zu dem Thema Kolleghefte und Kollegnachschriften – Problem und Aufgabe der philosophischen Edition veranstaltet. Vorgetragen haben Jörn Bohr, Annette Sell, Werner Stark, Christoph Binkelmann, Sophia Krebs, Ulrich Rummel, Daniel Schubbe, Francisco Arenas-Dolz, Christian Thomas sowie Holden Kelm (in der Reihenfolge ihres Auftretens). Die Beiträge zur Tagung sind in in der Form eines Beiheftes zu editio (Bd.44) im Juni 2019 erschienen. Eine Bibliographie zum Thema finden Sie hier.

 

Sprecher

Prof. Dr. Gerald Hartung
Bergische Universität Wuppertal
– Philosophisches Seminar –
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
hartung@uni-wuppertal.de
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Geschäftsführer

Dr. Jörn Bohr
Bergische Universität Wuppertal
– Philosophisches Seminar –
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
jbohr@uni-wuppertal.de
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