01.11.2022

Workshop Ethik: Intuition und Intuitionen in der Ethik

E-Mail Adresse für Einreichungen: cfp@workshop-ethik.de
Deadline: 01.11.2022
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod
Datum: 13.03.2023
Ende: 15.03.2023 --:--

Der heute übliche philosophische Sprachgebrauch unterscheidet zwischen „Intuition“ und „Intuitionen“: „Intuition“ steht für einen nicht-diskursiven Erkenntnisakt, der sich auf die höchsten Sätze (Prinzipien) eines Systems von Aussagen bezieht. Unter „Intuitionen“ werden dagegen mehr oder weniger spontane Überzeugungen verstanden, die sich nicht der Anwendung einer Theorie oder einer Ableitung aus einem Prinzip verdanken.Eine ethische Theorie kann sich gegenüber moralischen Intuitionen unterschiedlich verhalten: Sie kann diese bloß als Ausgangsdaten ansehen, die dann von einem bestimmten Moralprinzip bestätigt oder korrigiert werden, sie kann sich darum bemühen, so viele Intuitionen wie möglich konsistent und kohärent zu machen, sie kann aber auch auf Intuitionen zurückgreifen, um ihre Prinzipien zu stützen, gerade weil sich jene nicht der Anwendung eines Prinzips verdanken.

Was genau ist ihre Natur? Ist für sie das Spontane, Intuitive oder Instinktive wesentlich? Gibt es Bedingungen, die sie erfüllen müssen, um für die Ethik interessant zu sein? Was genau leisten Intuitionen für die Ermittlung der richtigen Handlung? Welche Rolle spielen Intuitionen bei der Rechtfertigung ethischer Prinzipien?

Beim 21. WORKSHOP ETHIK werden mit Prof. Dr. Anne Burkard (Göttingen) und Prof. Dr. Detlef Horster (Hannover) ausgewiesene Expert*innen unsere Debatten anregen und bereichern. Für jeden weiteren Vortrag sind 20 Minuten mit anschließender 40-minütiger Diskussion vorgesehen.

Dateien:
1659691806-67.pdf173 Ki
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