15.07.2022

Ethische Theorien für KI in der Medizin

E-Mail Adresse für Einreichungen: haehnel@uni-bremen.de
Deadline: 15.07.2022
Call-Bezeichnung: Call for Abstracts
Ort: Universität Bremen, Institut für Philosophie
Datum: 17.11.2022
Ende: 18.11.2022 --:--
Veranstaltende Institution: Universität Bremen, BMBF-Projekt VUKIM

Die derzeitige Diskussion zur Bestimmung der normativen Grundlagen einer zukünftigen Ethik der Künstlichen Intelligenz (KI) wird von zwei Meinungslagern bestimmt: Während die eine Gruppe behauptet, den passenden normativen Ansatz (Konsequentialismus, Deontologie, Tugendethik) oder eine Kombination von Ansätzen zur Begründung einer KI-Ethik finden zu müssen, ist eine andere Gruppe der Auffassung, dass jeder Versuch der Operationalisierung einer Theorie oder mehrerer ethischer Theorien für konkrete, z.B. medizinische Anwendungsfragen zum Scheitern verurteilt ist. Jüngere Arbeiten zeigen jedoch, dass es nicht aussichtslos ist, ethische Theorien, z.B. in Form der Prinzipienethik von Beauchamp und Childress, für das verantwortungsvolle Design von KI-Systemen in Anschlag zu bringen (vgl. Meier et al. 2022). Der Workshop soll vor dieser Problemlage stehend unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Was kann der generelle theoretische und normative Anspruch einer KI-Ethik sein? Welcher Zusammenhang besteht zwischen aktuell existierenden ethischen Richtlinien, die oft eine "vague and non-confrontational language" (Gordon & Nyholm 2021) nutzen, und den elaborierten "high theories" von Konsequentialismus, Deontologie und Tugendethik? Stehen die drei Ethikmodelle unverrückbar in Konkurrenz zueinander oder lässt sich in Bezug auf die Klärung normativer Fragen im Bereich von KI auch ein entspanntes, ggf. arbeitsteiliges Verhältnis der drei Begründungsparadigmen zueinander denken? Etc.

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