30.04.2022

Supererogation: Feministische Perspektiven

E-Mail Adresse für Einreichungen: karoline.reinhardt@uni-tuebingen.de
Deadline: 30.04.2022
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin
Datum: 16.09.2022
Ende: 17.09.2022 --:--

Satellitenworkshop GAP 11

 

In unserer moralischen Urteilspraxis werden manche Handlungen als (bisweilen sogar in hohem Maße) moralisch wertvoll, aber dennoch nicht geboten betrachtet. In der philosophischen Fachdebatte wurde dafür von J.O. Urmson in seinem Aufsatz „Saints and Heroes“ der Ausdruck ‚Supererogation‘ geprägt. Wie eine solche Handlungskategorie zu definieren ist und wie bzw. ob sie sich theoretisch überhaupt begründen lässt, ist Gegenstand kontrovers geführter philosophischer Auseinandersetzungen. Weniger Beachtung hat dabei bislang der Umstand gefunden, dass das, was als Pflichterfu?llung, freiwillige Mehrleistung oder gar als Heroismus verstanden wird, in unserer Urteilspraxis auch durch Geschlechterrollen und die daran geknu?pften Handlungserwartungen geprägt ist. Damit hat die Frage danach, was als Supererogation gilt, auch eine genuin politische, soziale und epistemische Dimension. Im Workshop wollen wir daher unter Rekurs auf theoretische und methodische Ressourcen der feministischen Philosophie der Frage nachgehen, welche Herausforderungen und Potentiale sich aus diesem Befund für die Supererogationsforschung ergeben.

 

Einreichung: Abstracts (max. 500 Wörter) für einen Vortrag von ca. 30 min.

Organisator:innen: Dr. Katharina Naumann (Universität Magdeburg), Prof. Dr. Marie-Luise Raters (Universität Potsdam), Dr. Karoline Reinhardt (Universität Tübingen)

Dateien:
1644425291-18.pdf77 Ki
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