11.11.2021

Coping und Charakterbildung

Ort: Universität Bamberg
Beginn: 11.11.2021 14:00
Ende: 13.11.2021 13:00

Der Begriff ‚Coping‘ meint im Rahmen der Psychologie und Resilienzforschung Bewältigungsstrategien, die Menschen im Umgang mit Lebenskrisen anwenden, um daran nicht zu zerbrechen. Copingstrategien bilden zugleich ein integrales Element individueller Charakterbildung. Dieser Konnex des Copings mit der Charakter- und Persönlichkeitsbildung steht im Zentrum der interdisziplinären Tagung.

 

Genauer geht es um die Frage, ob Copingstrategien nicht über das bloß individuelle Wohlbefinden als Skopus hinausweisen und im weitesten Sinne ethische Implikationen besitzen. Meint Coping lediglich ein Anpassungs- und Bewältigungsverhalten mit Blick auf persönliche Lebenslagen? Oder spricht Coping auch ethisch-normative und gesellschaftstheoretische Dimensionen an? Was gilt als erfolgreiche Bewältigung krisenhafter Momente, was als Scheitern an bzw. in Krisen? Was sind notwendige Bedingungen dafür, als schwierig erlebte Situationen und Lebensumstände zu überwinden, aus ihnen vielleicht sogar gestärkt hervorzugehen? Setzt erfolgreiches Coping einen starken Charakter voraus, oder entsteht dieser beim Versuch der Krisenbewältigung erst? Was genau lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wenn sie lernen, Krisen zu bewältigen?

 

Keynotes: Franziska Geiser (Psychologie), Cornelia Richter (Theologie), Douglas Yacek (Philosophie)

Dateien:
1633356440-8.pdf43 Ki
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