20.04.2020

Workshop zum Thema ‚schuldhaftes Nichtwissen‘

E-Mail Adresse für Einreichungen: eva.bobst@univie.ac.at
Deadline: 20.04.2020
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Universität Wien
Datum: 03.07.2020
Veranstaltende Institution: Institut für Philosophie

Sind Bürgerinnen und Bürger eines demokratischen Staates für die Politik der Regierung verantwortlich, die sie gutheißen? Ist eine Klage gegen einen Arzt oder eine Ärztin gerechtfertigt, auch wenn er oder sie nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat? Und wie steht es um die Einschätzung möglicher Risiken von neuen Technologien? Diese und weitere Fragen der angewandten Ethik, Rechtsethik, und politischen Philosophie beschäftigen sich mit der Relation zwischen Wissen und moralischer Verantwortlichkeit. Gibt Situationen, in welchen wir Akteure und Akteurinnen trotz ihres Nichtwissens um relevante Fakten für verantwortlich, ja manchmal sogar für schuldig halten und wir ihnen vorwerfen, sie „hätten es besser wissen müssen“.

Die Frage nach den Bedingungen, unter welchen jemand gerechtfertigterweise zur Verantwortung gezogen werden kann, ist aktueller denn je. Die Klimakrise, die aktuellen politischen Veränderungen, die Fortschritte in der Wissenschaft (insbesondere der künstlichen Intelligenz) gehen mit einem hohen Anspruch an das Wissen einzelner Akteure und Akteurinnen einher – das zeigt sich nicht zuletzt sehr deutlich in der momentanen Situation mit dem SARS-CoV-2 Erreger.

In diesem Workshop wollen wir uns mit dem Konzept der schuldhaften Unkenntnis auseinandersetzen. Vortragende besitzen die Gelegenheit, einen Artikel zu einem der angesprochenen Themen mit den Teilnehmenden zu diskutieren. Beabsichtigt ist eine Veröffentlichung in der ZfPP Anfang 2021.

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