31.03.2020

Der Stand der Dinge. Theorien der Aneignung und des Gebrauchs

E-Mail Adresse für Einreichungen: standderdinge@uni-leipzig.de
Deadline: 31.03.2020
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Leipzig
Datum: 30.09.2020
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ende: 02.10.2020 17:00
Veranstaltende Institution: Universität Leipzig

Der menschliche Umgang mit den Dingen wird in der Moderne durch das Eigentumsrecht reguliert, sozioökonomisch verhalten wir uns den Dingen gegenüber konsumistisch. Die Welt im Modus der Verfügbarkeit zu begreifen gerät jedoch durch Ressourcenknappheit, soziale Ungleichheit und Umweltschäden unter Druck, wie sich auch an Krisendiagnosen der Entfremdung und Verdinglichung ablesen lässt. Phänomene wie Minimalismus, Upcycling, tiny houses und die dazugehörige Ratgeberkultur können als Anzeiger eines Unbehagens an unserem Weltverhältnis gedeutet werden und markieren eine Suchbewegung nach neuen Praktiken des Gebrauchs.

Der philosophische Kern sowohl der Krisendiagnosen als auch der Lösungsbemühungen liegt in einer Neubestimmung des Verhältnisses von Subjekt und Objekt, von Person und Ding. Die rigide neuzeitliche Subjekt-Objekt-Spaltung sowie die Vorstellung autonomer Subjekte als ‚Herren der Dinge‘ sind Ansätzen gewichen, welche die konstitutive Rolle von Objekten betonen. Subjekt-Werden und Handeln heißt dabei wesentlich, mit Objekten in eine Beziehung zu treten.

Das Anliegen der Tagung im Spannungsdreieck RECHT – MATERIELLE KULTUR – ÄSTHETIK rollt die Frage nach der Beziehung von Person und Ding vom Gebrauch her auf. Was bedeutet ein neues Subjekt-Objekt-Verhältnis für den praktischen Umgang mit den Dingen? Welche Folgen hat dieses veränderte Weltverhältnis für die Konstitution von Subjektivität und Gesellschaft? Mögliche Fragen und Themenfelder finden Sie im angehängten CfP.

Dateien:
1582822815-8.pdf545 Ki
Veranstaltung melden
Stellenausschreibung melden