14.11.2019

Ontologie im Umbruch – zu Rombachs Phänomenologie radikaler Geschichtlichkeit

Ort: Eberhard Karls Universität Tübingen
Beginn: 14.11.2019 14:00
Ende: 16.11.2019 18:00

Durch die Wende von Edmund Husserls genetischer Phänomenologie zu Martin Heideggers ontologischer, ist die Frage nach der Geschichtlichkeit der Lebenswelt zu einer Frage der Geschichtlichkeit des Sinnes von Seins geworden. Der Sinn von Sein zeigt sich nicht in der Geschichte, sondern als diese Geschichte.

Heinricht Rombach greift diesen Entwicklungsgang phänomenologischer Selbstklärung in seiner Strukturontologie auf und fragt nun konsequenter Weise nach der Geschichtlichkeit des Seins selbst. An dieser Stelle muss darum ganz neu angesetzt werden. Nicht nur der Sinn von Sein (d.i. die Geschichte) ist geschichtlich, auch das Sein selbst ist es; Sein und geschichtlicher Sinn gehen wechselseitig an- und ineinander auf. Damit denkt Rombach die Ontologie ebenso geschichtlich wie die Geschichte ontologisch.

Die Strukturontologie denkt nicht einfach die eine Ontologie neu. Sie denkt Ontologie so radikal geschichtlich, dass sich aus ihrer Geschichtlichkeit ein fortwährender Wandel der Ontologie ergibt. In diesem Wandel zeigt sich eine grundsätzliche ontologische Pluralität. Was bedeutet dies für das Verständnis von Ontologie und für das Verständnis von Philosophie im ganzen?

Die Tagung möchte dieser und anderen Fragen nachgehen. Es geht dabei nicht allein darum, Rombachs Philosophie nachzuzeichnen, vielmehr soll um ein phänomenologisches Verständnis von radikaler Geschichtlichkeit gerungen werden

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