13.08.2019

CfP Schwerpunkt ZfPP: Schuldhafte Unkenntnis

E-Mail Adresse für Einreichungen: eva.bobst@univie.ac.at
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Deadline: 30. November 2019
Name der Publikation: Zeitschrift für praktische Philosophie

Sind Bürger eines demokratischen Staates für die Politik verantwortlich, die sie (aufgrund von Fehlinformationen) gutheissen? Sind Klagen gegen Ärztinnen gerechtfertigt, wenn diese nach bestem Wissen handeln? Und wie steht es um die Einschätzung möglicher Risiken neuer Technologien? Diese und weitere Fragen der angewandten Ethik, Rechtsethik, und politischen Philosophie beziehen sich auf das Konzept der schuldhaften Unkenntnis (culpable ignorance):

 

Unzureichendes Wissen um bestimmte relevante Fakten entbindet normalerweise eine Akteurin von ihrer Verantwortlichkeit, auch wenn sie willentlich und nicht unter Zwang handelt. Das Konzept der schuldhaften Unkenntnis versucht hingegen all jene Fälle einzufangen, in welchen die Unwissenheit um relevante Fakten die Akteurin nicht von ihrer Verantwortlichkeit entbindet. Die primäre Schwierigkeit dieser Thematik liegt darin aufzuzeigen, warum dem so ist. Es lohnt sich daher, sich mit dem Begriff ‚Wissen‘ und dessen Relevanz in Bezug auf Handlungsentscheidungen und Handlungskonsequenzen auseinanderzusetzen. Gibt es möglicherweise so etwas wie eine Informationspflicht seitens der Akteurin? Worin könnte eine solche begründet sein, und wo lägen die Grenzen einer solchen Pflicht? Vor diesem Hintergrund laden wir interessierte Wissenschaftler*innen ein, sich in einem kurzen Essay mit diesen bzw. ähnlich relevanten Fragen auseinanderzusetzen (siehe PDF für mehr Infos).

 

Umfang: max. 7‘000 Worte (exklusive Abstract und Verzeichnisse)

 

 

Dateien:
1565688967-17.pdf86 Ki
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