26.06.2019

Kanonbildung und Editionspraxis

Ort: Bergische Universität Wuppertal
Beginn: 26.06.2019 15:00
Ende: 28.06.2019 13:00

Interdisziplinäre Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal,in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen und der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition, unterstützt vom Graduiertenkolleg „Dokument – Text – Edition“ der BUW und von der DGPhil. Leitung: Jörn Bohr, Gerald Hartung, Rüdiger Nutt-Kofoth. Der Zusammenhang von Kanonbildung und Editionspraxis ist bisher nicht systematisch untersucht worden. Das ist umso erstaunlicher, als die Editorik in ihrem Selbstverständnis als Grundlagenforschung den jeweiligen Fachwissenschaften ihre Textobjekte in den ausdifferenzierten Ausgabentypen als Basis der weiteren Forschung zur Verfügung stellt. Zudem werden Editionen in der Regel von Vertretern des Fachs oder Wissensgebiets erarbeitet, sodass auf der Ebene der Akteure/Agenten eine enge Verflechtung zwischen Fach und Editorik existiert. Unklar ist bisher aber völlig, ob Editionen eher kanonaffimierend oder kanonproduzierend bzw. kanonverändernd wirken. Der Fokus der Tagung liegt auf der Frage, welcher Zusammenhang in historischer, d.h.fach- und kulturgeschichtlicher Hinsicht zwischen der Ausbildung eines 'Kanons' und der editorischen Tätigkeit besteht und in welcher Weise, anhand welcher Parameter dieser Zusammen-hang zu beschreiben ist. Die Kernfrage lautet also: Welche Beziehungen gibt es zwischen dem Kanon der Texte bzw. bedeutsamen Autoren eines Fachs oder Wissensgebiets und der Edition dieser Texte?

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1558943166-2.pdf1,03 Mi
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