20.05.2019

Richard Rorty als Herausforderung für die politische Philosophie

Ort: Akademie für politische Bildung Tutzing
Beginn: 20.05.2019 13:00
Ende: 22.05.2019 12:30

Richard Rorty als Herausforderung für die politische Philosophie.

30 Jahre Kontingenz, Ironie, Solidarität

 

Vor dreißig Jahren erschien Richard Rortys zweites Hauptwerk Kontingenz, Ironie und Solidarität. Darin skizziert Rorty die Utopie einer post-metaphysischen liberalen Gesellschaft, verkörptert von der Figur der liberalen Ironikerin. Die Suche nach einer Begründung der liberalen Werte ist in Rortys Utopie verabschiedet. Denn diese Suche ist nach Rorty nicht nur aussichtslos, sondern auch gefährlich für die liberale Demokratie.

Der Schwerpunkt von Rortys provokativer Neubeschreibung des Liberalismus mit dem Motto „Freiheit statt Wahrheit“ liegt auf der Begründungsebene. Gegen das „deutsche“ Begründungsprojekt geht er vom „Vorrang der Demokratie vor der Philosophie“ aus. Er plädiert für eine „Wende zur Erzählung“ und die Privatisierung der Theorie. Die Literatur ist für Rorty das geeignetere Vehikel des moralischen Fortschritts. Dabei operiert er mit einem Gefühlsbegriff der Solidarität. Rortys zentrale - und auch sehr umstrittene - Unterscheidung ist dabei diejenige zwischen privat und öffentlich. Diese Tagung diskutiert diese Herausforderungen für die politischen Philosophie. Sie lädt dazu ein, das (kritische) Gespräch über Rorty gemeinsam fortzuführen.

 

Tagungsleiter:

Michael SPIEKER

Katholische Stiftungshochschule München

Martin MÜLLER

Volkshochschule München

Veranstaltung melden
Stellenausschreibung melden