22.11.2018

Welche Unterscheidungen braucht der feministische Diskurs (nicht)?

Ort: Universität Hildesheim
Beginn: 22.11.2018 13:00
Ende: 24.11.2018 15:30

Nicht Kleider, sondern Unterscheidungen machen Leute – zu »Frauen«,»Lesben«, »Schwarzen« und »Subalternen«, zu Stimmen mit gesellschaftlicher Relevanz, zu Körpern von Gewicht und Autorität, zu Personen mit Teilhabeberechtigung an gesellschaftlichen Gütern und Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen, zu gut entlohnten Arbeiter*innen, zu Akteur*innen eines »Wir« oder »nicht zugehörigen Anderen«. Unterscheidungen sind keineswegs bloß gedankliche Konstrukte, sie orientieren nicht einfach nur gesellschaftliche Praktiken – Unterscheiden ist selbst als eine gesellschaftliche Praxis zu verstehen. Je nach Situation und Form des Unterscheidens kann dieses herrschaftsstabilisierend wirken, Diskriminierungen und soziale Ungleichheiten perpetuieren oder verstärken, aber auch von kritischer und emanzipatorisch-widerständiger Wirksamkeit sein.

Das Anliegen der Tagung besteht darin, in interdisziplinärer Diskussion die verschiedenen Weisen des Unterscheidens zu rekonstruieren sowie nach den gesellschaftlichen Bedingungen und Bedingtheiten, Problemen und Potentialen spezifischer Unterscheidungspraxen zu fragen.

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