23.09.2020

Interdisziplinäre Tagung: Einer für alle, alle für einen?

Ort: Online
Beginn: 23.09.2020 15:30
Ende: 25.09.2020 19:00

Solidarität, Loyalität und andere affektive Kräfte und ihr Verhältnis zu rationalen Kollektivierungsgründen

 

Inwiefern lassen sich Kollektivierung und kollektives Handeln rational erklären, inwieweit beruhen sie auf affektiven Prinzipien? Das sind Grundfragen von Sozialontologie und -theorie, die weitreichende Implikationen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Politik und Moral haben – sei es die andauernde Debatte um gesellschaftliche Integration, die Frage nach der Möglichkeit politischer Mobilisierung oder die Ursachen für Klientelismus und Korruption.

Im Zentrum der Tagung steht der Versuch, affektive Phänomene wie Solidarität, Loyalität etc. systematisch zu bestimmen (sind es Emotionen, Stimmungen, Dispositionen, Zustände, Ereignisse, Handlungen, Praktiken, Beziehungen, Netzwerkmechanismen, Werte oder gar Tugenden?) und ihr Verhältnis zu kognitiven Erklärungen und rationalen Begründungen für Kollektivierung und kollektives Handeln herauszuarbeiten. Affektive Phänomene sind zwar regelmäßig partikularistisch und mit universalistisch ausgerichteten Gerechtigkeitsstandards nicht vereinbar. Dennoch wird ihre verpflichtende Kraft allgemein anerkannt (z.B. Zeugnisverweigerungsrechte für enge Verwandte). Das macht ihre Brisanz aus.

 

Organisation:

Dr. Jan-C. Marschelke

(Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft, Universität Regensburg),

Dr. Danaë Simmermacher

(Seminar für Philosophie, MLU Halle-Wittenberg)

Anmeldung, Programm u.Info:

www.forschungsstelle.org

Dateien:
1599224885-67.pdf231 Ki
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