18.03.2020

Tagung "Das Recht auf Eigentum - seine Begründung und seine Grenzen"

Ort: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Beginn: 18.03.2020 13:45
Ende: 20.03.2020 13:45

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie sich das Recht auf Privateigentum philosophisch begründen lässt und wie weit es, falls es sich auf überzeugende Weise rechtfertigen lässt, reichen soll und darf. Im Rahmen der Begründung dieses Rechts müssen zunächst u. a. folgende Fragen beantwortet werden: Warum ist ein Zustand, in dem es das Recht auf Eigentum gibt, einem Zustand ohne Eigentumsrecht vorzuziehen? Was spricht für das Recht auf Privateigentum im Unterschied zum Recht auf kollektives oder staatliches Eigentum? ? Angenommen, dass es eine überzeugende Begründung des Rechts auf Eigentum gibt, ist im zweiten Schritt zu prüfen, wie weit es reichen darf. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise zu klären, ob alles, worüber Menschen verfügen können, Eigentum sein darf oder ob es bestimmte Dinge gibt, die niemandem gehören dürfen sollten. Außerdem muss das Verhältnis des Rechts auf Eigentum zu anderen moralischen Rechten näher bestimmt werden, um zu prüfen, ob dieses Recht unter Umständen durch andere, vorrangige moralische Rechte begrenzt werden darf oder gar soll.

Auf der Tagung werden sowohl die einflussreichsten Vorschläge aus der Geschichte der Philosophie als auch die gegenwärtig wichtigsten Auffassungen zum Recht auf Eigentum vorgestellt und im Hinblick auf ihre Plausibilität geprüft. Außerdem werden aktuelle Probleme, wie etwa die Frage nach der Enteignung von Wohnungen oder nach dem Zusammenhang zwischen Eigentum und Weltarmut, diskutiert.

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