24.05.2019

Human Emancipation and Particular Belonging - (Post-)secular Politics, Religious Communities, and Je

Ort: Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien / Humboldt Universität Berlin
Beginn: 24.05.2019 11:00
Ende: 25.05.2019 17:40

Unter welchen Bedingungen haben religiöse Gemeinschaften noch einen Platz in den modernen säkularen Gesellschaften? Diese Frage, die heute vor allem – aber nicht nur – mit Blick auf den politischen Islam diskutiert wird, hat eine lange Geschichte. Ausgangspunkt der Tagung ist die Emanzipations- und Universalismusdebatte um Bruno Bauers notorischen Text „Die Judenfrage“ (1843). Im Zentrum stehen dabei die Reaktionen jüdischer Debattenteilnehmer (Samuel Hirsch, Gabriel Riesser, Abraham Geiger, Hermann Jellinek), die gegen Bauers Vorwurf einer jüdischen Gesetzestreue und dessen Verweigerung politischer Emanzipation, konkrete Wege einer jüdischen Begegnung mit der nationalstaatlichen Moderne entwarfen. Vor diesem Hintergrund soll die Erfahrung vom Scheitern der Emanzipation und der intellektuellen Reflexion darauf in den 30er Jahren, aber auch nach dem Holocaust thematisiert werden. Die Tagung zielt darauf, einen Bogen bis in die Gegenwart zu schlagen und im Spiegel der Emanzipationsdebatten des 19. Jahrhunderts das Verhältnis von Geschichte, religiöser Zugehörigkeit und liberaler Politik zu bestimmen.

 

Mit: Michael Walzer (Princeton), Rahel Jaeggi (Berlin), Michael Quante (Münster), Micha Brumlik (Berlin), Judith Frishman (Amsterdam), Philipp Lenhard (München), Inka Sauter (Leipzig), Christoph Kasten (Berlin), Thomas Meyer (München), Eva Buddeberg (Frankfurt/M.)

 

Organisiert von Christian Schmidt (Leipzig/Berlin) und Lutz Fiedler (Berlin)

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