03.05.2019

Werte im Ethikunterricht – An den Grenzen der Wertneutralität

Ort: Chemnitz
Beginn: 03.05.2019 14:30
Ende: 04.05.2019 13:00

Das politische Klima in Deutschland ist rauer geworden. Diskriminierende Äußerungen, fremdenfeindliche Übergriffe, Angriffe auf Journalisten, der wachsende Einfluss von „Fake-News“ und eine sinkende Bereitschaft, sich mit den Argumenten der Gegenseite auseinanderzusetzen, scheinen mit einer zunehmend ablehnenden Haltung gegenüber der offenen Gesellschaft einherzugehen. Sowohl die Universitäten als auch die Schulen haben den Auftrag, derartigen Entwicklungen entgegenzuwirken, und dementsprechend häufen sich Forderungen nach einer Werterziehung auch im Ethikunterricht. Allerdings steht dieser Forderung ein historisch begründetes Unbehagen entgegen, den Schülerinnen und Schülern bestimmte Werte einfach zu diktieren.

Auf dem Workshop sollen verschiedene Spannungen, die sich aus dieser Konstellation ergeben, diskutiert werden: Welche Werte sind konsensfähig? Was bedeuten Werte wie Toleranz, Vorurteilslosigkeit, Offenheit, Autonomie usf.? In welcher Form kann/ darf/ soll/ muss Werteerziehung, -vermittlung oder -orientierung stattfinden? Welche normativen Grenzen gelten dabei? Wie stark sind Universitäten und Schulen verpflichtet, in die Ausprägung von Werten steuernd einzugreifen? Wie verhalten sich solche Forderungen zum Neutralitätsgebot? Worin genau besteht die Aufgabe des Ethikunterrichts für angehende Lehrerinnen und Lehrer?

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