18.02.2019

Die Ästhetiken der Philosophischen Anthropologie

Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen"
Beginn: 18.02.2019 15:30
Ende: 20.02.2019 14:00

Die Tagung nimmt einen noch immer selten untersuchten Gegenstand ins Visier – die Ästhetiken der Philosophischen Anthropologie. Der Terminus „Philosophische Anthropologie“ kennzeichnet systematisch und philosophiegeschichtlich jene theoretische Tradition innerhalb der modernen deutschsprachigen Philosophie, als deren renommierteste Vertreter Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen gelten. Gerade bei diesen drei Autoren, aber auch bei ähnlich ansetzenden Denkern wie z.B. Adolf Portmann, kommen Reflexionen auf den Phänomenbereich des Ästhetischen, und dann auch auf die Künste in praxi, eher indirekt ins Spiel, nämlich jeweils unter dem Gesichtspunkt der Frage, woran genau anthropologische Differenzen des menschlichen Lebens gegenüber der Verhaltenswelt der Tiere festgemacht werden könnten.

Dieser Ansatz macht den Ausgriff auf ästhetische Fragestellungen unumgänglich: Mit der Artifizialität, ja Gegennatürlichkeit der menschlichen Lebensweise und -praxis, mit der „Sonderstellung“ des Menschen in der Natur ist das Interesse an der Ästhetik bereits mit angesprochen und eine besondere Beziehung zu den Künsten gleichsam vorgegeben. An diesem bemerkenswerten Zusammenhang der Implikation der Ästhetik innerhalb der Entwürfe der Philosophischen Anthropologie setzt das Forschungsinteresse der Tagung an.

Zum Programm: www.normativeorders.net/aesthetiken

Anmeldungen bis zum 3. Februar 2019 erbeten an: ebke@uni-potsdam.de

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