24.01.2019

(Un)Moral. Zur philosophischen Relevanz asymmetrischer Gegenbegriffe

Ort: Hauptgebäude JLU Gießen, Gustav-Krüger-Saal, Ludwigstr. 23, Gießen
Beginn: 24.01.2019 14:00
Ende: 25.01.2019 16:30

Das Konzept der asymmetrischen Gegenbegriffe greift auf ein heuristisches Instrument zurück, das von Reinhart Koselleck in einer einflussreichen ideengeschichtlichen Abhandlung skizziert worden ist. Gemeint sind Begriffspaare, die i.) binär, ii.) von universalem Anspruch und iii.) wertend sind. Zudem ergänzen sich die (Gegen-) Begriffe nicht, sondern sind iv.) asymmetrisch. Es handelt sich demzufolge um „auf ungleiche Weise konträre Zuordnungen“, die eine wechselseitige Anerkennung geradezu ausschließen.

Dass es solche radikalen begrifflichen Dualismen in der praktischen Philosophie gibt, steht außer Frage. Ihre philosophische Funktion und Wirksamkeit scheint allerdings noch nicht ausreichend geklärt zu sein. Diesem Desiderat nimmt sich der 1. Gießener Workshop Praktische Philosophie mit seinem Fokus auf die philosophische Relevanz von asymmetrischen Gegenbegriffen - etwa (Un)Moral, (Un)Gerechtigkeit, (Un)Sichtbarkeit, (In)Humanität, (Un)Versehrtheit, (Miss)Achtung, (Un)Würde – an.

 

Anmeldungen: praktische@phil.uni-giessen.de

Organisation: Prof. Dr. Elif Özmen

Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung

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