30.09.2022

BMBF-Klausurwoche „Complementary medicine in healthcare. International perspectives on concepts a“

E-Mail Adresse für Einreichungen: alexander.kremling@medizin.uni-halle.de
Deadline: 30.09.2022
Call-Bezeichnung: Call for Papers (en/frz)
Ort: Halle (Saale)
Datum: 13.02.2023
Ende: 17.02.2023 --:--
Veranstaltende Institution: Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Komplementärmedizin stellt eine besondere Herausforderung für ein akademisiertes, evidenzbasiertes und solidarisch finanziertes Gesundheitssystem dar  – umso mehr in einer Gesellschaft, die sich als ideologisch offen und pluralistisch versteht. In einer durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Klausurwoche soll das Thema „Komplementärmedizin im Gesundheitswesen“ in terminologischer, epistemologischer und medizinethischer Hinsicht  untersucht werden. Unter anderem sollen Definitionen von „Komplementärmedizin“, Evidenzstandards für Wirksamkeit und Argumente zum Umgang mit fehlender Evidenz oder Plazeboeffekten diskutiert werden. Ergänzend zu konzeptionellen Analysen stehen länderspezifische praktische und regulative Unterschiede auf Mikro-, Meso- und Makroebene in verschiedenen Gesundheitssystemen im Mittelpunkt der interdisziplinären Untersuchungen. Einen Schwerpunkt bildet, auch aufgrund der aktuellen Änderungen von (berufs-)rechtlicher Regelungen in Bezug auf die Komplementärmedizin, der Vergleich der Situation in Frankreich und Deutschland.

Die internationale Klausurwoche richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich wissenschaftlich mit normativen und empirischen Aspekten der Komplementärmedizin befassen und die von einer Vernetzung untereinander sowie mit Expert*innen profitieren können. Bis zu 15 Nachwuchswissenschaftler*innen werden eingeladen, eigene Beiträge vorzutragen und zur Diskussion zu stellen und sich mit den eingeladenen Expert*innen in Workshops weiter zum Thema austauschen. Den inhaltlichen Einstieg in die Klausurwoche bildet ein internationaler Vergleich zu Praxis und Rahmenbedingungen, der gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen aus Frankreich gestaltet wird. Es folgen Vorträge der Teilnehmenden und Workshops zu den Themen „Terminologie und konzeptionelle Grundlagen“, „Evidenz“ sowie „Ethik/Recht/Governance“, die mit eingeladenen Expert*innen gemeinsam durchgeführt werden. Ergänzt wird das Programm durch eine öffentliche Abendveranstaltung mit weiteren Expert*innen. Die schriftlich ausgearbeiteten Beiträge sollen in einer gemeinsamen Open-Access-Publikation veröffentlicht werden.

Dateien:
1659679718-90.pdf314 Ki

Hinweis: Wegen technischer Probleme können aktuell keine Veranstaltungen und Ausschreibungen über das Formular eingereicht werden. Senden Sie uns Ihre Einreichungen bitte per E-Mail an geschaeftsstelle@dgphil.de. Wir bitten um Ihr Verständnis!