01.10.2019

Religion und Moderne: Philosophische Aspekte

E-Mail Adresse für Einreichungen: andrzej.kaniowski@uni.lodz.pl; chorn@uni-bonn.de
Deadline: 01.10.2019
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Universität Bonn; Institut für Philosophie
Datum: 27.08.2020
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ende: 29.08.2020 13:00
Veranstaltende Institution: Deutsch-Polnische Gesellschaft für Philosophie

Die Diagnose, es gebe in jüngerer Zeit eine spürbare Renaissance des Religiösen, entspricht längst der Mehrheitsmeinung innerhalb der empirischen Religionssoziologie. Damit scheint nunmehr die ältere Säkularisierungsthese endgültig obsolet geworden zu sein, der zufolge Religionen in der Moderne in genau dem Maß an Bedeutung verlieren, in dem Wohlstand, Bildung und Technik an Stellenwert zulegen und in dem die Lebenswelt durch Faktoren wie Industrialisierung, Urbanisierung, Rationalisierung, funktionale Differenzierung, Demokratisierung und gesellschaftliche Pluralisierung bestimmt ist. Ist damit auch die religionsphilosophische Rationalisierungsthese obsolet geworden, der zufolge sich Religion auf vernünftige Überzeugungen (aus Moral und Metaphysik) reduzieren lässt? Oder stehen wir – nach der ‚Entzauberung der Welt’ – jetzt vor ihrer ‚Wiederverzauberung’?

Die Tagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Philosophie widmet sich Fragen der Religionsphilosophie, der politischen Philosophie, der Metaphysik sowie der Philosophiegeschichte, aber auch konkreteren Fragen nach der gesellschaftlichen und politischen Funktion der Religion. Welche Rolle spielt die Religion im öffentlichen und politischen Leben, und welche sollte sie spielen? Ist Religion Privatsache, oder darf sie zu einem staats- und machtlegitimierenden Faktor werden? Wirkt sich die Renaissance des Religiösen auf die Gesetzgebung aus (z.B. im Sinn eines Abtreibungsverbots)?

Veranstaltung melden
Stellenausschreibung melden