13.02.2019

Die DGPhil als wissenschaftlicher Partner des Fachinformationsdienstes Philosophie

Der neue, seit 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Fachinformationsdienst (FID) Philosophie wird von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln in enger Kooperation mit dem dortigen Philosophischen Seminar und dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) betreut. Er tritt an die Stelle des ehemaligen Sondersammelgebiets (SSG) Philosophie, das bis 2013 in der Zuständigkeit der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg lag. In Gegensatz zum diesem folgt der FID Philosophie jedoch nicht mehr dem Prinzip des vollständigen Sammelns, sondern soll vorrangig für den wissenschaftlichen Spitzbedarf standortunabhängige und möglichst schnelle bzw. direkte Zugangsmöglichkeiten zu spezieller Fachliteratur und forschungsrelevante Informationen bereitstellen. Dabei hat der FID Philosophie selbstverständlich den Anspruch, das ganze Spektrum der Philosophie in historischer und systematischer Hinsicht abzudecken.

Durch die Kombination aus fachlicher, bibliothekarischer und informationstechnischer Expertise am Standort Köln wird der FID Philosophie dieser Kernaufgabe gerecht, indem er

  1. nach einem mit der philosophischen Fachcommunity abgestimmten Profil kostenpflichtige Primär- und Sekundärliteratur aus dem In- und Ausland erwirbt und sie überregional zur Verfügung stellt (im Interesse des schnelleren Zugriffs und der umfassenderen Nutzungsmöglichkeiten soll die Erwerbungskomponente des FID Philosophie den Bereich der e-Medien fokussieren);
  2. urheberrechts- bzw. gemeinfreie Fachliteratur, insbesondere philosophische Editionen, die noch nicht in elektronischer Form vorliegen, retrospektiv digitalisiert und zugänglich macht;
  3. einen zentralen und strukturierten Zugriff auf die frei im Internet verfügbaren philosophischen Forschungsressourcen bietet; und dafür
  4. ein auf modernen Techniken beruhendes Portal einrichtet, das – als Discovery-Index – alle vom FID Philosophie angebotenen Dienste und integrierten Datenquellen unter einer Weboberfläche zusammenführt und durchsuchbar macht, aber zugleich auch – als fachliche Kommunikationsinfrastruktur – der Sichtbarkeit und Vernetzung der Forscher/innen und Forschungsprojekte dient.

Bei der Umsetzung dieses Arbeitsprogramms und der Entwicklung weiterer, innovativer Dienstleistungen werden sich die Interessen und Bedürfnisse der philosophischen Forschung in Deutschland v. a. durch den intensiven Einbezug der Fachvertreter der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) und der Gesellschaft für analytische Philosophie (GAP) als wissenschaftliche Partner und »Resonanzräume« widerspiegeln.

Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte jederzeit an den wissenschaftlichen Koordinator des FIDs Philosophie, Dr. Maxime Mauriège (mauriege@ub.uni-koeln.de).