04.08.2015

Editionen: Vermitteln, Benutzen, Lesen

Tagung im Deutschen Literaturarchiv Marbach vom 7. bis 9. Oktober 2015

Auch wenn Bücher nach einem Wort Goethes unberechenbare Zinsen spenden, sind diejenigen, die die Bücher machen, gleichwohl an den Erträgen ihres Einsatzes interessiert. Das gilt insbesondere für historisch-kritische Editionen philosophischer Texte, die umso weniger gelesen werden, je differenzierter sie die Befunde der Textgenese darstellen. Dieser Umstand führt zu einer immer größer werdenden Diskrepanz zwischen der philologisch bestimmten Edition philosophischer Texte und ihrer Rezeption in Lektüre und Unterricht. Die Tagung »Editionen: Lesen, Vermitteln, Benutzen« möchte sich dieses Problems annehmen und die Rezeption von philosophischen Editionen zwischen den Extremen einer kontinuierlichen Lektüre und einer punktuellen Benutzung diskutieren.

Vom 7. bis 9. Oktober 2015 sollen im Gespräch mit Editorinnen und Editoren aller philologisch arbeitenden Disziplinen Strategien zur Umsetzung editionswissenschaftlicher Forschungsergebnisse präsentiert und im Kolloquium diskutiert werden. Thematisch sollen im Verlauf der Tagung drei Modelle der Rezeption behandelt werden: die Vermittlung von Editionen in der Gestalt von kommentierten Studien- und Leseausgaben bzw. Übersetzungen, die Benutzung von Editionen als Informationsquelle für die Textgenese und die Lektüre von Editionen im Rahmen des philosophischen Unterrichts.

Der Workshop wird in den Räumen des Deutschen Literaturarchivs in Marbach veranstaltet. Er richtet sich an Editorinnen und Editoren aus allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen sowie an editionswissenschaftlich interessierte Studierende aller akademischen Qualifikationsstufen. Neben den Vorträgen und Plenardiskussionen ist auch eine Begegnung mit Vertretern einschlägiger Fachverlage vorgesehen.

Zur Planung bitten wir bis 23. September 2015 um eine verbindliche Anmeldung bei Caecilia-Désirée Hein (c.hein@lmu.de).

 

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