12.09.2017

Vorstandswahlen beim DKPhil 2017

Veröffentlichung der Selbstdarstellungstexte der Kandidaten_innen für den Erweiterten Vorstand


Bereits am 1. August wurden alle Kandidaten_innen für den  Erweiterten Vorstand bekanntgegeben. Diese Mitteilung wurde nun aktualisiert, indem sie auch die Kandidanten_innen für den Engeren Vorstand enthält. 

Im Folgenden können Sie sich nun einen genaueren Eindruck von den Kandidaten_innen des Erweiterten Vorstandes verschaffen. Wir teilen Ihnen hier die Selbstdarstellungstexte der Kandidaten_innen mit.

Die Texte sind nach Statusgruppen aufgelistet. Die Aufzählung innerhalb jeder Statusgruppe erfolgt alphabetisch.

 

Engerer Vorstand

Präsident

Gerhard Ernst, Erlangen:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich habe Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie sowie Physik an den Universitäten Kaiserslautern, der Hochschule für Philosophie und der LMU in München studiert. Nach einem Diplom in Physik wurde ich mit einer erkenntnistheoretischen Arbeit promoviert und habilitierte mich mit einem metaethischen Buch – alles an der LMU München. Von 2008-2012 war ich Professor für Praktische Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Universität Stuttgart (nachdem ich zuvor einige Professurvertretungen über ganz Deutschland verteilt absolviert hatte). Seit 2012 bin ich Professor für Philosophie an der FAU Erlangen-Nürnberg.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Die Themen und Ziele der DGPhil sind vielfältig – Gleichstellung, Nachwuchsförderung, Philosophie an der Schule, Verhältnis zwischen Akademie und Gesellschaft, Standesvertretung gegenüber Universitäten, Politik und Geldgebern, Informationsverbreitung, Kongressausrichtung, Editionen, Philosophie und Beruf, internationale Beziehungen etc. – und ich würde mich zunächst, gemeinsam mit dem erweiterten Vorstand, dafür einsetzen, dass alle diese Themen im Blick bleiben. Besondere Anliegen sind mir darüber hinaus zum einen der Austausch zwischen akademischer Philosophie und Öffentlichkeit. Ich bin davon überzeugt, dass viele nicht-FachwissenschaftlerInnen von unseren Überlegungen profitieren können und dass es unsere Aufgabe ist, diese Überlegungen entsprechend zugänglich zu machen. Zum anderen liegt mir die Bewahrung und Förderung der Vielfalt der deutschen Philosophie (in Bezug auf ihre Methoden, Traditionen und Themen) besonders am Herzen.

Geschäftsführung

Nadja Germann, Freiburg i.Br.:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich habe Philosophie, Geschichte und Literatur des Mittelalters sowie Islamkunde an den Universitäten Konstanz und Tübingen studiert. Nach der Promotion war ich in verschiedenen Funktionen – als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Research Affiliate und Assistant Professor (Tenure-Track) – an den Universitäten Löwen, Freiburg, Boston College, Yale, Loyola und Genf tätig. Seit 2012 bin ich in Freiburg, wo ich ein Zentrum für die Erforschung der Sprachphilosophie in der vormodernen islamischen Welt aufbaue. Damit ist mein philosophisches Hauptinteresse bereits angesprochen: das ›semantische Dreieck‹ von Sprache, Denken und Wirklichkeit. Ich bin diesem Interesse bisher in Form von zwei zentralen Forschungslinien nachgegangen; zum einen mit Studien zum Erkenntnisinteresse im Bereich der früh-/hochmittelalterlichen Naturphilosophie (lateinisches Mittelalter), zum anderen in Gestalt einer transdisziplinären Erforschung der theoretischen Auseinandersetzung mit Sprache und Wissen in der islamischen Kultur.

Ziele der Vorstandsarbeit:

Als Mitglied des Vorstands wäre es mir wichtig, die Diskussionen fortzusetzen, die meine Vorgänger*innen bereits initiiert haben: zum Verhältnis von Geschichte der Philosophie und analytischer Tradition, zu Zukunft und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einschließlich des Problems der Gleichberechtigung, zu Rolle und Präsenz der Fachphilosophie in der öffentlichen Auseinandersetzung. Darüber hinaus aber möchte ich einen besonderen Akzent auf die Erforschung und Berücksichtigung der außereuropäischen Philosophie setzen, und zwar mit Blick auf ihre verstärkte Integration in die universitäre Lehre (und gegebenenfalls darüber hinaus) wie auch ihren Beitrag für die Entwicklung eines zeitgemässen Begriffes von Philosophie.

Weiterführender Link:

http://www.arabische-philosophie.uni-freiburg.de/

 

Schatzmeister

Michael Kienecker, Münster:

Vorstellung:

Michael Kienecker ist seit 1998 Verlagsleiter und geschäftsführender Gesellschafter des mentis Verlages in Münster mit den Programmbereichen Philosophie und Literaturwissenschaft. Er ist Vorsitzender des Förderungsfonds Wissenschaft der VG Wort sowie Mitglied der Literaturkommission Westfalen und des LiteraturRates NRW. Seit 2012 gehört er dem Beirat der Graduate School »Practices of Literature« der Universität Münster an. Seit Beginn des Jahres 2015 ist er Schatzmeister der DGPhil und damit zuständig für die Verwaltung der Finanzen (Mitgliedsbeiträge, Kontoführung, Jahresabschlüsse) und die Vertretung der Gesellschaft in der Kommunikation mit Banken und Finanzamt.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Da sich die Mitgliederzahl der DGPhil in den letzten Jahren so positiv entwickelt hat, ist der Kassenstand erfreulicherweise sehr gut. Vorrangige Ziele in der Zukunft sollte die weitere Mitgliederwerbung sein: Mit den einkommenden Mitgliedsbeiträgen sollte die Gesellschaft finanzielle Rücklagen aufbauen, mit denen kommende Kongresse satzungsgemäß durchgeführt werden können, auch wenn dafür einmal weniger Sponsorengelder eingeworben werden können. Jetzt aber zeichnet sich darüber hinaus ab, dass sich der Spielraum für die finanzielle Unterstützung weiterer AG’s oder Tagungen durch die DGPhil, vielleicht auch neuer Förderformate, über die der Vorstand zu entscheiden haben wird, deutlich vergrößert.

 

Erweiterter Vorstand

ProfessorInnen Deutschland, Philosophische Editionen (1 Sitz)

Gerald Hartung, Wuppertal:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Gerald Hartung, Studium der Philosophie, Religionswissenschaft und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. M.A. in Philosophie (1989). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin (1992–1997) und Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig (1998-2003). Promotion in Berlin (1994) und Habilitation in Leipzig (2002). Anschließend Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover (2003/2004), Gastdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin (2004/2005), Gastprofessor am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt (2006/2007) und Leiter des Arbeitsbereich Theologie und Naturwissenschaft an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. in Heidelberg (2007–2010). Seit 2010 ist Gerald Hartung Professor für Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal, mit den Schwerpunkten Kulturphilosophie und Ästhetik. Seine Forschungsgebiete sind die Philosophische Anthropologie und Kulturphilosophie, die Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Editionswissenschaft.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Aufgabe im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Philosophie: Vertretung der Anliegen der Editoren/Editorinnen im Bereich der Philosophie; Aufbau und Ausbau, auch Internationalisierung der Kooperation mit anderen Fachwissenschaften im Bereich der Editionswissenschaft und -praxis.

Weiterführender Link:

www.philosophie.uni-wuppertal.de/kulturphilosophie/professorinnen/prof-dr-gerald-hartung.html

 

ProfessorInnen Deutschland (5 Sitze)

Peter Adamson, München:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich bin Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU München. Meine Forschung bewegt sich allerdings weitgehend in der antiken und mittelalterlichen Philosophie, inklusive Lateinmittelalter. Seit 2010 bin ich auch Produzent des Podcasts History of Philosophy, einer wöchentlichen Serie, die schon 18 Millionen Downloads erreicht hat. Selbstverständlich interessiere ich mich also für das Thema »public philosophy«, vor allem für die Verbesserung der Allgemeinkenntnisse zur Geschichte der Philosophie.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Für mich als Mitglied der DGPhil wäre es ein besonderes Anliegen, die Relevanz und die Bedeutung der nicht-europäischen Traditionen zu betonen. (Mein Podcast hat schon viele Folgen der islamischen und indischen Philosophie gewidmet; im kommenden Jahr wird afrikanische Philosophie thematisiert, und danach hoffe ich, chinesische Philosophie zu behandeln.) In meiner neueren Forschung und in dem Podcast habe ich oft die Rolle der weiblichen Denker in der Geschichte der Philosophie betont, und würde mich in der DGPhil für Chancengleichheit für Frauen in der Philososophie einsetzen. Schließlich sollte ich bemerken, dass ich 12 Jahre lang in Großbritannien am King's College London gearbeitet habe. Ich hätte daher als DGPhil-Mitglied gute Voraussetzungen, Verbindungen zwischen der deutschsprachigen und englischsprachigen Philosophiegemeinde zu pflegen und neu zu schaffen.

Weiterführende Links:

www.philosophie.uni-muenchen.de/lehreinheiten/philosophie_6/personen/adamson/index.html

www.historyofphilosophy.net

 

Klaus Corcilius, Tübingen:

Vorstellung oder Forschungsschwerpunkte:

Sein Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie der Antike, zur Zeit besonders Aristoteles' Konzeption handelnder Akteure; daneben verschiedene kleinere, vor allem Übersetzungs- und Kommentierungsprojekte. Mitherausgeberschaft des Aristoteles-Handbuchs (Metzler 2011) sowie von Rhizomata, Zeitschrift für antike Philosophie und Wissenschaft. Derzeit ist er Lehrstuhlinhaber für antike Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität-Tübingen.

Ziele der Vorstandsarbeit:

Förderung der Ziele der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e.V.

Weiterführende Links:

https://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/philosophisches-seminar/mitarbeiter/lehrstuehle/lehrstuhl-fuer-antike-philosophie.html

https://uni-tuebingen1.academia.edu/klauscorcilius

 

Maria-Sibylla Lotter, Bochum:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Maria Sibylla Lotter ist Professorin für Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören Praktische Philosophie (Schwerpunkt: Ethik des Alltagslebens), Geschichte der Philosophie (Schwerpunkt: Philosophie der Neuzeit bis Gegenwart), Sozialphilosophie und Kulturanthropologie. Ihre Forschung konzentriert sich derzeit auf die Themen Schuld und Verantwortung, Lüge und Selbsttäuschung sowie das Verhältnis von philosophischer Ethik und den ethischen Reflexionsformen verschiedener Kunstgenres. 

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Ich verstehe die Aufgabe der Philosophie vor allem als kritische Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen und Ideologien. Kritische Reflexion bedeutet für mich nicht, dogmatisch von Theorien auszugehen, die sich selbst als kritisch bezeichnen. Stattdessen soll die kritische Reflexion undogmatisch im wechselseitigen Austausch zwischen der Philosophie und den Kultur- und Sozialwissenschaften stattfinden. Dieser Austausch ist durch die zunehmende Spezialisierung und methodische Verengungen in der Fachphilosophie bedroht: Die Zersplitterung philosophischer Forschung in professionalisierte Einzelbereiche hat zur Folge, dass die Fragestellungen zwar präzisiert werden, zugleich jedoch an Relevanz für die anderen Wissenschaften und unser Alltagsleben verlieren; gleichzeitig werden die Medien kultureller Selbstverständigung von Ideen und Behauptungen aus den Einzelwissenschaften überschwemmt, deren Reichweite und Aussagekraft für unsere Lebensbereiche unklar ist und einer philosophischen Diskussion bedarf, die in verständlicher Sprache und öffentlichen Medien zu führen ist. Hier möchte ich die Philosophie als Medium der Kommunikation zwischen den neueren fachwissenschaftlichen Begrifflichkeiten und den klassischen Themen der Philosophie stärken; nur so kann sie m.E. auch für die breitere Öffentlichkeit Wirkung entfalten. 

Weiterführender Link:

www.ruhr-uni-bochum.de/philosophy/Ethik%C3%84sthetik/Lotter

 

Catrin Misselhorn, Stuttgart:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie und Direktorin des Instituts für Philosophie der Universität Stuttgart. Zu ihren Forschungsgebieten zählen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Technikphilosophie sowie Philosophie des Geistes, der Sprache und der Kultur. Ihre aktuellen Forschungsprojekte umfassen philosophische Probleme der KI, Roboter- und Maschinenethik, Integrative Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Technik, Empathie und Objektivität.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Ich möchte mich insbesondere für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einsetzen und darüber nachdenken, wie wissenschaftliche Karriere und Familiengründung besser vereinbar gemacht werden können. Inhaltlich liegt mir die bessere Vernetzung der Forschung in unterschiedlichen Bereichen der Philosophie am Herzen, die aus meiner Sicht bislang zu unverbunden nebeneinander stehen. Ein besserer Austausch wäre fruchtbar, weil strukturanaloge Probleme in verschiedenem Gewand in unterschiedlichen Bereichen auftreten, und weil Ansätze in einem Bereich nicht selten Anregungen zur Lösung philosophischer Probleme in anderen Bereichen bereithalten. Dies lehrt mich meine Arbeit an einer integrativen Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Technik, ist aber auch auf andere philosophische Gebiete übertragbar.

Weiterführender Link:

www.uni-stuttgart.de/philo/mitarbeiter/aktuelle_mitarbeiter/misselhorn.html

 

Elif Özmen, Gießen:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich bin ordentliche Professorin für Philosophie mit den Schwerpunkten theoretische Ethik und politische Philosophie an der Justus-Liebig-Universität Gießen; zuvor war ich in Regenburg (2012–2016) und Hamburg (Vertretung 2011–2012) sowie an der LMU München (Assistenz 2004–2011) tätig. Dort habe ich als Mitarbeiterin des damaligen Präsidenten der DGPhil (Nida-Rümelin) den XXII. Deutschen Kongress für Philosophie zum Thema »Welt der Gründe« sowohl inhaltlich wie auch organisatorisch wesentlich mitgestalten können.

Mein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der zeitgenössischen politischen Philosophie. Aktuelle Forschungsvorhaben widmen sich den anthropologischen Ausgangs- und Bezugspunkten unserer paradigmatischen moralischen, sozialen und politisch-rechtlichen Normen sowie der Theoriefähigkeit von Phänomenen der Ungerechtigkeit, Unmoral und Unmenschlichkeit. 

Neueste Publikationen: Hans Kelsens Politische Philosophie (Hrsg., 2017); Über Menschliches. Anthropologie zwischen Natur und Utopie (Hrsg., 2016); Politische Philosophie zur Einführung (2015)  

Ziele der Vorstandsarbeit: 

»Hättest Du geschwiegen, so wärest Du ein Philosoph geblieben« (Boethius) – Die Bedeutung und die Funktion der Philosophie für gesellschaftliche Diskurse wird gegenwärtig so häufig beschworen wie bestritten, wobei für beide Positionen weitgehend ungeklärt ist, welche Konsequenzen sie für das Selbstverständnis der Philosophie, ihre Methoden, Inhalte, Arbeitsweisen und Anwendungsbedingungen haben. Nicht nur aus gegebenem Anlass interessiert mich das spannungsreiche Verhältnis von Philosophie und Politik bzw. von Wissenschaft und Öffentlichkeit, so dass ich mich gerne in diesem Themenfeld für die DGPhil engagieren würde.

Weiterführender Link:

https://www.uni-giessen.de/fbz/fb04/institute/philosophie/praktphil/hauptseite-praphil

 

Michaela Rehm, Bielefeld:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Magister Artium mit einer Arbeit zu Emmanuel-Joseph Sieyès' Repräsentationstheorie. Promotionsstudium in München, 2001 Forschungsaufenthalt in Paris. Promotion 2003 summa cum laude mit einer Dissertation über Jean-Jacques Rousseaus politische Philosophie, erschienen unter dem Titel »Bürgerliches Glaubensbekenntnis. Moral und Religion in Rousseaus politischer Philosophie«, Paderborn. Habilitation 2016 mit einer Arbeit über moralische Verpflichtung, Venia legendi für Philosophie.

Von 1996 bis 1997 Lehrbeauftragte am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität in München, vom Wintersemester 1997/1998 bis Wintersemester 2003/2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft, Lehrtätigkeit im Fach Politische Theorie und Philosophie. Vom Sommersemester 2003 bis zum Sommersemester 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Bernd Ludwig (Lehrstuhl für Philosophie mit Schwerpunkt Geschichte der Philosophie) am Philosophischen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen. Ab Wintersemester 2007/2008 Juniorprofessorin an der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld. Sommersemester 2011 bis Wintersemester 2012/13 Junior Fellowship am Max-Weber-Kolleg in Erfurt. Vom Sommersemester 2013 bis zum Wintersemester 2014/15 in Elternzeit. Im März 2017 Annahme des Bleibeangebots der Universität Bielefeld zur Abwehr eines Rufes auf die W3-Professur für Praktische Philosophie an der Universität Oldenburg. Seither Inhaberin der Professur für Geschichte der Philosophie und Praktische Philosophie in Bielefeld.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

  • für eine bessere fachliche und personelle Verzahnung von Geschichte der Philosophie und analytischer Philosophie
  • für die Sichtbarkeit der akademischen Philosophie im öffentlichen Diskurs
  • für einen Klimawandel im Fach:
    – konstruktive fachliche Kritik statt „philosophy as a bloodsport“
    – keine Verwechslung von Habitus mit Qualifikation
    – Nachwuchsförderung unabhängig von Herkunft und Geschlecht 

Weiterführender Link:

https://www.uni-bielefeld.de/philosophie/personen/rehm/#fn:surname

 

Sabine Salloch, Greifswald:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Als promovierte Medizinerin und Philosophin leite ich im Rahmen einer Juniorprofessur seit 2016 das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Greifswald. Zuvor war ich als Assistenzärztin sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Medizinethik an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Die Zusammenhänge zwischen medizinischer Praxis, biowissenschaftlicher Forschung und ethischer Theoriebildung sowie die Erfahrungen in beiden Fachkulturen begeistern mich seit Studienzeiten. Faszination und Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen normativen und empirischen Wissenschaften sind mir aus der Medizinethik als einem genuin interdisziplinären Arbeitsgebiet gut vertraut. Meine derzeitigen Forschungsschwerpunkte bewegen sich in den Themenfeldern praktische Urteilskraft, ethische Fragen am Lebensende und Professionsethik.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Über die universitäre Tätigkeit hinaus arbeite ich zu ethischen Themen in wissenschaftlichen Vereinigungen und (berufs-)politischen Gremien wie der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer. Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und Mutter eines dreijährigen Sohnes. Anliegen und Expertise, die ich in den Erweiterten Vorstand der DGPhil einbringen möchte, betreffen die inhaltliche und strukturelle Anbindung der „Bereichsethiken“ an die Philosophie, die Situation von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren sowie die Herausforderungen von Familien im akademischen Arbeitskontext.

Weiterführender Link:

www2.medizin.uni-greifswald.de/geschichte/mitarbeiter/jprof-dr-med-dr-phil-sabine-salloch/

 

Jan Slaby, FU Berlin:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Jan Slaby ist Professor für Philosophie des Geistes und Philosophie der Emotionen am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin.

Seine Arbeitsgebiete liegen in der Philosophie des Geistes mit Schwerpunkten in den Themenfeldern Affekt/Emotion, Selbstbewusstsein und Handlungstheorie; überdies besitzt er Expertise in Bereichen Phänomenologie, philosophische Anthropologie, in der Wissenschaftsphilosophie der Humanwissenschaften, der Philosophie der Psychiatrie, im Bereich Technikphilosophie sowie im Umkreis der Sozial- und politischen Philosophie.

Er ist Vorstandsmitglied im Berliner Sonderforschungsbereich 1171 Affective Societies und darin Leiter des Teilprojekts B05 »Emotionsrepertoires im Wandel« (Laufzeit 2015–2019).

Er war von 2001 bis 2008 wiss. Mitarbeiter am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück, Arbeitsbereich Prof. A. Stephan, wo er 2006 in Philosophie promovierte. 2008 ging er als Akademischer Rat auf Zeit an die Universität Marburg (Arbeitsbereich Prof. C. Demmerling), ehe er 2010 als Juniorprofessor an die Freie Universität Berlin wechselte. Seit Herbst 2016 bekleidet er dort eine befristete W2-Professur für Philosophie des Geistes.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

  • Einsatz für die Schaffung besserer Arbeitsbedingungen und Karriere-Aussichten für Nachwuchswissenschaftler*innen;
  • Förderung von Diversity im Fach Philosophie sowohl personell als auch inhaltlich;
  • Philosophie in der Öffentlichkeit: Förderung qualifizierter Beiträge und Veranstaltungen zum politischen Zeitgeschehen

Weiterführende Links:

www.janslaby.com

https://fu-berlin.academia.edu/JanSlaby

 

ProfessorInnen Österreich (1 Sitz)

 

Ursula Renz, Klagenfurt:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich bin Professorin für Philosophie (theoretische Philosophie und Philosophiegeschichte) an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich, und gegenwärtig auch als Institutsvorständin (sic!) des Instituts für Philosophie tätig. Meine Schwerpunkte liegen einerseits in der Philosophiegeschichte (frühe Neuzeit bis Kant, Neukantianismus), andererseits arbeite ich systematisch zu Themen der Erkenntnistheorie, Metaphysik und Philosophie des Geistes (Selbsterkenntnis, epistemisches Vertrauen und das Zeugnis anderer, Emotionen, Geistbegriff, der Begriff der Weisheit) sowie zu metaphilosophischen Themen (v. a. Verhältnis deskriptiver und revisionärer Metaphysik sowie von Philosophie und Philosophiegeschichte). Gegenwärtig leite ich ein größeres, vom FWF gefördertes Forschungsprojekt zum Thema »Spinoza and the Concept of the Human Life Form«. Ich bin Vorsitzende der deutschen Spinoza-Gesellschaft, Gründungsmitglied der interdisziplinären Forschungsplattform »The Exercise of Judgment in the Early Modern Period« sowie des Initiativschwerpunkts »JUDGMENT« an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Drei Anliegen sollen im Zentrum meiner Vorstandsarbeit stehen:

  1. Ich verstehe mich in erster Linie als Kandidatin für die Vertretung der Philosophie in Österreich. Als solche möchte ich mich für einen verstärkten fachlichen Austausch der Philosophie innerhalb der deutschsprachigen Länder einsetzen. Dazu gehört auch die Förderung der Kenntnisse der bzw. des Verständnisses für die jeweiligen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen in den verschiedenen deutschsprachigen Ländern gearbeitet wird.
  2. Mit Blick auf die Fachentwicklung der Philosophie möchte ich mich für die Integration von Philosophiegeschichte und systematische Philosophie sowie deren Dialog engagieren. Dazu soll auch der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der DGPhil und kleineren philosophischen Gesellschaften, die sich der Erforschung bestimmter Ansätze, Traditionen oder Epochen widmen, gefördert werden.
  3. Was das Verhältnis von Philosophie und Öffentlichkeit betrifft, ist mir die Verpflichtung auf die Errungenschaften der Aufklärung in einem breiten, nicht nur historisch verstandenen, Sinn wichtig. 

Weiterführende Links:

https://www.aau.at/philosophie/team/renz-ursula/

 

Sonja Rinofner-Kreidl, Graz:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkte:

Sonja Rinofner-Kreidl studierte von 1985 bis 1991 Philosophie und Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz. 1997 beendete sie ihre Dissertation unter der Betreuung von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Haller (publiziert 2000, Alber: Edmund Husserl: Zeitlichkeit und Intentionalität). Seit ihrer Habilitation 2002 (publiziert 2003, Königshausen & Neumann: Mediane Phänomenologie: Subjektivität im Spannungsfeld von Naturalität und Kulturalität), die phänomenologische Schlüsselthemen in aktuellen Kontroversen platzierte, ist sie ao. Universitätsprofessorin und seit 2014 Leiterin des Arbeitsbereiches Phänomenologie am Institut für Philosophie der Universität Graz, ebendort 2014 Mitinitiatorin der Lecture Series Women in Philosophy (http://philosophie-gewi.uni-graz.at/de/institut/women-in-philosophy/); seit 2006 Mitglied des Ethikkomitees des Universitätsklinikums Graz, seit 2008 European Editor der Husserl Studies, seit 2009 Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Phänomenologie.

AOS: Phänomenologie mit Schwerpunkt Edmund Husserl; Erkenntnistheorie; Ethik, Metaethik und Angewandte Ethik (mit Schwerpunkt Medizinethik)

AOC: Philosophie des Geistes; Sozialphilosophie; Geschichte der Philosophie Neuzeit

Ziele der Vorstandsarbeit:

Mitzuhelfen, die Phänomenologie
  • in einer problemorientierten, lebendigen Auseinandersetzung mit anderen philosophischen Traditionen (v. a. analytische Philosophie, Existenzphilosophie, Pragmatismus) zu präsentieren;
  • als eine methodologisch reflektierte Erfahrungsanalyse, auch mit Blick auf gesellschaftlich relevante Themen, international zu etablieren;
  • für Nachwuchsphilosoph_Innen attraktiv zu machen.

Weiterführender Link:

https://homepage.uni-graz.at/de/sonja.rinofner/

 

Violetta Waibel, Wien:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Violetta L. Waibel ist Universitätsprofessorin für Europäische Philosophie und Continental Philosophy an der Universität Wien. Zu ihren systematischen Arbeitsschwerpunkten zählt sie die Theoretische Philosophie (Metaphysik, Erkenntnis, Subjektivität, Raum und Zeit), die Geschichte der Philosophie sowie die Ästhetik.

In Hinsicht auf ihre historischen Arbeitsschwerpunkte beschäftigt sie sich mit Immanuel Kant, dem vorkritischen Empirismus und Rationalismus. Ferner gehören Deutscher Idealismus, Romantik und die klassische Philosophie des 20. Jahrhunderts mit zu ihren Arbeitsgebieten.

Wissenschaftliche Leitung des Internationalen Hegel-Kongresses 2014: Hegels Antwort auf Kant (zusammen mit der Internationalen Hegel-Gesellschaft) und des 12. Internationalen Kant-Kongresses 2015: Natur und Freiheit (mit der Kant-Gesellschaft), beide an der Universität Wien.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Ziel ist die weitere Stärkung von Frauen in der Philosophie sowie die Weiterführung der internationalen Vernetzung der Philosophie in Österreich. Thematisch: Stärkung und Weiterführung der Forschung im Themenfeld Kant und Deutscher Idealismus, nicht nur, aber vor allem auch in der Theoretischen Philosophie, die für diese Epoche in der Forschung weniger Beachtung findet als die Praktische Philosophie. Die Bedeutung von Kants Kritik der Urteilskraft als Werk an sich und für den Deutschen Idealismus soll in den Blick gebracht werden. Eine weitere wichtige Frage ist, wie gute und erfolgreiche interdisziplinäre Forschung organisiert werden muss. Dazu wurden im Bereich der Ästhetik wichtige Erfahrungen gesammelt.

Weiterführender Link:

https://waibel.phl.univie.ac.at/

 

ProfessorInnen Schweiz (1 Sitz)

 

Peter Schaber, Zürich:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Peter Schaber war von 1998 bis 2000 Gastprofessor an der Zentralen Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik an der Universität Hannover. Von 2000 bis 2002 folgte eine Lehrstuhlvertretung am Philosophischen Seminar der Universität Göttingen. Derzeit ist er Professor für Angewandte Ethik am Philosophischen Seminar in Zürich und stellvertretender Seminarvorsteher. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Fragen der praktischen Ethik. Gegenwärtig arbeitet er an einem Forschungsprojekt zur Theorie der Einwilligung.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Stärkung der internationalen Vernetzung der Philosophie im deutschsprachigen Raum; Intensivierung des Austauschs über die Rolle der Philosophie in der Öffentlichkeit.

Weiterführender Link:

http://www.philosophie.uzh.ch/de/seminar/professuren/angewandteethik/ma/schaber.html

 

Markus Wild, Basel:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich bin seit 2013 Professor für Theoretische Philosophie am Departement Künste, Medien und Philosophie der Universität Basel. Zudem bin ich Mitglied der EKAH (Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Außerhumanbereich) sowie Nationaler Forschungsrat und Mitglied der Abteilung „Geistes- und Sozialwissenschaften“ des SNF (Schweizer Nationalfonds).

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Meine Anliegen lassen sich unter drei Stichworte subsumieren:

  1. Nachwuchsförderung. Die Förderung des philosophischen Nachwuchses in der Postdoc-Phase ist mir ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund bin ich als Forschungsrat Mitglied in SNF-Gremien zur Karriereförderung. Vor allem die Förderung des weiblichen Nachwuchses in der Philosophie ist mir wichtig. Zwei meiner Basler Mitarbeiterinnen sind die Schweizer Botschafterinnen von SWIP Germany, im November 2016 haben wir den SWIP Germany Workshop in Basel organisiert.
  2. Digital Humanities. Digitale Instrumente verändern auch die Geisteswissenschaften strukturell. Insbesondere die (jüngere und jüngste) Philosophiegeschichte und philosophische Editionen können und sollen von digitalen Technologien wissenschaftlichen Nutzen ziehen. Ich bin Direktor der Nationalen Infrastruktur NIE-INE an der Universität Basel. Dieses Drittmittelprojekt entwickelt nachhaltige technologische Lösungen für komplexe geisteswissenschaftliche Editionsprojekte.
  3. Öffentlichkeit. Es ist mir ein Anliegen die akademische Philosophie kritisch, sichtbar und provokativ in die Öffentlichkeit zu tragen. Aus diesem Grund bin ich Mitglied der EKAH und in Medien (im Bereich der Tierethik) präsent und aktiv.

Weiterführender Link:

https://philsem.unibas.ch/seminar/personen/wild/

 

Studierende (1 Sitz + 1 Stellvertreter/in)

 

Alexander Paul Freyer, Jena:

»Der Mut der Wahrheit […] ist die erste Bedingung der Philosophie« (G.W.F. Hegel)

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Nicht nur die Probleme im Bereich der akademischen Philosophie müssen angesprochen werden. Überdies muss die Philosophie auch den Mut besitzen, sich bei Problemen in anderen Bereichen der Wissenschaft einzumischen, die den gesamten akademischen Bereich betreffen. Die Probleme sind vielfältig:

Von der Frage des gleichen Lohns für die gleiche Arbeit von Privatdozenten und außeruniversitären Lehrbeauftragten, über die Qualitätssicherung in der Wissenschaft bis zur  finanziellen und institutionellen Unabhängigkeit des akademischen Betriebs im Ganzen. Dafür muss die interdisziplinäre Arbeit auch von Seiten der Philosophie und  aller ihrer Institutionen verstärkt werden (DGPhil, Fachschaftsräte, Institute etc.), indem sie auf andere Fachrichtungen mit eigenen Angeboten und Mut zugeht. Zu diesem Zweck müssen auch die Institutionen der Philosophie besser miteinander vernetzt werden.

 

Moritz Hellmich, Jena:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich studiere Philosophie und Anglistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, nachdem ich in Bristol und Jena auch Physik, Politikwissenschaften und Geschichte studiert habe. Während meines Studiums in Jena habe ich Ämter in der studentischen (im Studierendenrat, im Wahlvorstand der Studierendenschaft, in der FSR-Kom und im Fachschaftsrat Philosophie) und universitären (im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät und im Institutsrat des Instituts für Philosophie) Selbstverwaltung bekleidet, sowie in verschiedenen Arbeitskreisen der besagten Gremien mitgearbeitet. Inhaltlich befasse ich mich in meinem Studium primär mit der theoretischen Philosophie Kants, vorrangig mit seiner Konzeption der Modalität. Dies tue ich einerseits im Kontext der historischen Entwicklung und Wirkung, vor allem aber in Bezug auf zeitgenössische Debatten, sowohl in der »analytischen« als auch in der »kontinentalen« Tradition.

Ziele der Vorstandsarbeit:

Da die DGPhil an einem entscheidenen Knotenpunkt zwischen dem Akademischen, dem Politischen und dem Sozialen liegt, hoffe ich als Vorstandsmitglied nicht nur in intraakademischen Diskursen die Stellung der Studierenden zu vertreten – beispielsweise durch die Erstreckung und Verteidigung von Freiheit in der zeitlichen und inhaltlichen Gestaltung des Studiums –, sondern auch eine exzentrische Perspektive auf die auswärtsgewandten Dialoge einbringen zu können. Darüber hinaus habe ich mich in meiner hochschulpolitischen Laufbahn stets mit den institutionellen Strukturen und Ordnungen befasst, eine Tätigkeit die ich auch in der DGPhil hoffentlich werde fortführen können.

 

Nick Küspert, HU Berlin:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich studiere im vierten Bachelorsemester Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und habe meinen derzeitigen Interessenesschwerpunkt in der Theoretischen Philosophie der frühen Neuzeit. Mein fünftes Bachelorsemester verbringe ich an der University of Edinburgh, um danach mein Bachelorstudium abzuschließen. Derzeit bin ich als Sekretariatsmitglied in der Bundesfachschaftentagung Philosophie e.V. tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit organisiere ich den Studierendenkongress für Philosophie 2017 in Berlin, der im Anschluss an den Kongress der DGPhil stattfinden wird. Während der Organisation des Kongresses war es mir möglich, relativ eng mit der DGPhil zusammenzuarbeiten. 

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Da ich diese Kooperation als sehr produktiv wahrgenommen habe, möchte ich mich im Erweiterten Vorstand auch weiterhin dafür einsetzen, dass studentische Projekte und Veranstaltungen stärker in den Fokus der Arbeit der DGPhil gerückt werden und so eine engere Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden im Rahmen der DGPhil ermöglicht wird.

 

Gordon Mix, Bielefeld:

[Selbstdarstellungstext nicht verfügbar]

 

Philipp Ratke, München:

[Selbstdarstellungstext nicht verfügbar]

 

Julia Schweers, Leipzig/Berkeley:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Ich habe in Leipzig im Doppel-Bachelor »Sozialwissenschaften und Philosophie« und »Afrika-Studien« abgeschlossen und studiere nun im zweiten Mastersemester »Gesellschaftstheorie« in Jena. Momentan, und bis Ende Januar 2018, bin ich jedoch Visiting Student Researcher an der UC Berkeley und Graduate Student in Residence am Institute for the Study of Societal Issues und schreibe hier an meiner Masterarbeit (Thema: »Migration and civic engagement«). 

Mein akademischer Hintergrund ist interdisziplinär, sowohl meine Bachelor in Leipzig, als auch mein Masterstudiengang in Jena verknüpf(t)en Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft. Auch mit meiner Masterarbeit versuche ich, die Brücke zwischen Politischer Philosophie und Qualitativer Sozialforschung zu schlagen. 

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Interdisziplinäres Arbeiten habe ich in meinem bisherigen Studium immer wieder als Bereicherung erfahren. Einen solchen interdisziplinären Austausch möchte ich auch innerhalb der DGphil suchen, und ihn zu fördern ist mir ein Anliegen. 

Als Studentin ist mir die akademische Lehre ein besonders wichtiges Thema. Fragen, ob und inwieweit die DGPhil zur Weiterentwicklung der akademischen Lehre beitragen kann, möchte ich als Beisitzerin in die Diskussion einbringen. 

Außerdem läge mir ein Projekt zur Publikation von Masterarbeiten am Herzen. Häufig genug stecken nicht nur viel Arbeit in ihnen, sondern auch interessante Ergebnisse und frische Gedanken, die es wert sind, einer größeren akademischen Öffentlichkeit vorgelegt zu werden. Es wäre toll, wenn über die DGPhil ausgewählte Masterarbeiten aus dem Bereich der Philosophie veröffentlicht werden könnten. 

 

Sophie Trautmann, Jena:

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Da die Philosophie außerhalb akademischer Kreise vielen Menschen nicht oder nur vage bekannt ist, möchte ich mich für ihre »Veröffentlichung« einsetzen. Dabei würde ich gern versuchen, besonders den Jüngeren die Philosophie »schmackhaft« machen und zeigen, dass sie mehr sein kann als das Lesen verstaubter Bücher alter Griechen. Ausstellungen, Vorträge und Workshops sowie eine digitale Diskussionsplattform zu aktuellen philosophischen, politischen und gesellschaftlichen Themen wären erste Ideen. Hier bietet es sich auch an, mit Vertretern anderer Fachbereiche/Wissenschaften/Professionen zusammenzuarbeiten, um somit auch die Eigenschaft des Interdisziplinären der Philosophie darzustellen und sie schließlich tatsächlich zu verwirklichen. Das Bild vom einsamen, alten Mann am Schreibtisch (oder auch »Elfenbeinturmphilosophen«) könnte so möglicherweise durch Bilder von Gruppen jüngerer und älterer Männer und Frauen, aber auch Jugendliche und Kinder ersetzt werden, wobei die Fixierung auf das reine Denken durch die Verbindung von Denken und Diskurs abgelöst wird.

Darüber hinaus ist es auch mein Anliegen, die Studierenden und ihre Interessen, Meinungen und Vorschläge im Erweiterten Vorstand der DGPhil zu vertreten. Meine persönlichen Interessen befinden sich eher im praktischen Bereich der Philosophie, wobei mich besonders die Ethik und die Politische Philosophie begeistern. 

 

PrivatdozentInnen/apl. ProfessorInnen (1 Sitz + 1 Stellvertreter/in)

 

Günter Fröhlich, Regensburg:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Günter Fröhlich, apl. Prof. am Inst. f. Philosophie, Universität Regensburg, freiberuflich als wissenschaftlicher Autor und Bühnenautor tätig.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Vordringliches Ziel scheint mir zu sein: Vernetzung und Schaffung einer Plattform zum Austausch innerhalb der DGPhil; und die anschließende Vernetzung mit weiteren Vertretern und Betroffenen über die fachlichen Dach-Organisationen insbesondere im geistes- und kulturwissenschaftlichen Bereich (Historiker, Philologen, Soziologen etc.). Nach entsprechenden Absprachen sollen legitimiert Forderungen an Hochschulen und Landesregierungen gestellt werden, um die berufliche und institutionelle Einbindung der Titellehrenden zu erhöhen, wie z.B. Vertreterinnen und Vertreter innerhalb der universitären Selbstverwaltung auf Fach-, Fakultäts- und Senatsebene, sowie die gesellschaftliche, politische und rechtliche Anerkennung der Privatdozentinnen und Privatdozenten nicht nur als Berufszugangshindernis, sondern ebenso als berufliche Tätigkeit und dezidiert als Beruf; dazu ist wohl notwendig, sich zudem auf der politischen (bildungspolitische Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen in den Landesparlamenten) wie auf der gewerkschaftlichen Ebene (v.a. mit der Gewerk. f. Erziehung und Wissenschaft GEW) zu vernetzen. Möglichst schnell muss die zwingende Bezahlung von Prüfungstätigkeiten im Rahmen der Titellehre, ob als Dienstleistung innerhalb des Curriculums, im Rahmen einer Studien-Abschlussarbeit sowie weitere Betreuungen, z.B. bei der Begleitung von Promotionen, rechtlich geregelt werden.

 

Harald Lemke, Berlin:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Tätig als freischaffender Philosoph, Autor, Vortragsreisender, Lehrender am Zentrum für Gastrosophie der Universität Salzburg, Gastprofessor der Slow Food Universität Pollenzo sowie als Direktor der Internationale Forum Gastrosophie GmbH. Lebt in Hamburg/St. Pauli.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Wir leben in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche, wie es sie selten zuvor gegeben hat. Die Menschheit sieht sich mit folgenreichen und grundsätzlichen Unklarheiten darüber konfrontiert, wie man leben sollte, damit es weiteres menschliches Leben auf diesem Planeten geben kann, und was eine solche dem Wohl aller entsprechende Lebensweise sein könnte? Aus dieser ethischen und heute besonders dringlichen Frage nach dem Guten Leben ergibt sich meines Erachtens eine besondere gesellschaftliche und Verantwortung der Philosophie. 

Dafür, dass sich die Philosophie dieser Aufgabe stellt, indem sie durch entsprechende Themen und Aktivitäten ihre Relevanz beweist und ausbaut, setze ich mich bereits seit Jahren intensiv – und in Zukunft auch gerne im Rahmen der Erweiterten Vorstandstätigkeit der Deutschen Gesellschaft für Philosophie – ein.

Dieses Philosophieverständnis habe ich in letzter Zeit insbesondere am Beispiel eines zentralen, allerdings philosophisch verdrängten und (folglich) gesellschaftlich dramatisch unterschätzten Lebensbereich profiliert – der menschlichen Ernährungsverhältnisse. Gerade anhand und mithilfe einer neuen philosophischen („gastrosophischen“) Beschäftigung mit dem Essen, der alltäglichsten und allgemeinsten Lebenspraxis, lässt sich die gesellschaftliche Bedeutung einer zeitgemäßen und verantwortungsbewussten Philosophie kommunizieren.

Im Rahmen des Erweiterten Vorstands der DGPhil werde ich außerdem versuchen, wissenschaftspolitische Reformen für eine zeitgemäße Umstrukturierung der akademischen Philosophie voranzubringen, um die universitäre ihrer außeruniversitären Praxis anzunähern.  

Weiterführende Links:

www.haraldlemke.de

www.gastrosophie.net

 

Burkhard Nonnenmacher, Tübingen:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

PD Dr. phil. habil. theol. Burkhard Nonnenmacher ist Privatdozent für Systematische Theologie an der Universität Tübingen und beschäftigt sich systematisch mit Religionsphilosophie, philosophischer Theologie, Metaphysik, Grundlegungsfragen der Ethik; insbes. dem Verhältnis von Vernunft und Glaube, klassischen Problemen der Metaphysik und ihrer Beziehung zu zentralen Fragen der christlichen Religion, der Philosophie des Absoluten und dem Gottesgedanken, der Verhältnisbestimmung der unterschiedlichen Wahrheitsansprüche der Religionen, dem Verhältnis von Religion und Moral.

Seine historischen Schwerpunkte sind Kant, der Deutsche Idealismus (bes. Hegel), das 17. Jahrhundert (bes. Leibniz), die Wirkungsgeschichte des Deutschen Idealismus im 20. Jahrhundert (bes. Tillich, Pannenberg) und sein Verhältnis zu Debatten der Gegenwart. 

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Einsetzen möchte ich mich für folgende Themen:

  1. Aktuelle Debatten der Analytischen Religionsphilosophie und ihr Verhältnis zu klassischen Positionen. 
  2. Rezeption, Kritik und Transformation des Deutschen Idealismus im 20. Jahrhundert und in der Gegenwart. 
  3. Die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie in unterschiedlichen Traditionen und die Diskussion der dabei investierten Prämissen.

Publikationen:

Hegels Philosophie des Absoluten. Eine Untersuchung zu Hegels „Wissenschaft der Logik“ und reifem System, (Mohr Siebeck) Tübingen 2013 [überarb. Diss. in Philosophie]

Religion und Religionen im Deutschen Idealismus. Schleiermacher - Hegel - Schelling, hrsg. zus. mit F. Hermanni und F. Schick, (Mohr Siebeck) Tübingen 2015

Vernunft und Glaube bei Kant, erscheint bei Mohr Siebeck 2017/2018 [Habilitationsschrift in Systematischer Theologie]

Weiterführender Link:

www.uni-tuebingen.de/en/faculties/protestant-theology/staff/personalseiten-details/apl-prof-pd/nonnenmacher.html

 

Jörg Tremmel, Tübingen:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

PD Dr. Dr. Jörg Tremmel ist Privatdozent am Institut für Politikwissenschaft in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. 

Im Februar 2016 erhielt Tremmel die Venia Legendi. Seine Habilitationsschrift ("Normative Politische Theorie: Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Anwendungen am Beispiel des politischen Mordverbots") erscheint in Kürze in überarbeiteter Form. 

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der European Business School in Oestrich-Winkel (Dipl.-Betriebswirt 1997) und der Fernuniversität Hagen (Dipl.-Kfm. 1998), sowie der Politikwissenschaft in Frankfurt (Dipl.-Politologe 2003), hatte Tremmel zwei Mal promoviert: an der Universität Stuttgart im Fach Technik- und Umweltsoziologie (Dr. rer. pol. 2003) sowie an der Universität Düsseldorf im Fach Philosophie (Dr. phil 2008). Von 2009 bis 2010 war er Research Fellow an der London School of Economics and Political Science, sowohl am Centre for Philosophy of Natural and Social Science als auch (teilzeit) am Grantham Institute for Climate Change Research. Von 2010 bis 2016 bekleidete Tremmel eine Juniorprofessor für Generationengerechte Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Sein wichtigstes philosophisches Buch ist Eine Theorie der Generationengerechtigkeit (Münster: mentis 2012). Zudem ist er Mit-Herausgeber der Zeitschrift Intergenerational Justice Review (www.igjr.org).

Ziele der Vorstandsarbeit: 

Jörg Tremmel hat 2011 für das Fach Philosophie in einer kleinen Studie die Habilitationsordnungen aller deutschen Hochschulen verglichen. Ein Ergebnis dabei war, dass längst nicht überall das »Recht auf Lehre« für Privatdozent_innen/apl. Profs explizit festgeschrieben ist. Da ein solches nicht-widerrufliches Lehr-Recht auf Lebenszeit die Voraussetzung für eine Abgrenzung von der Gruppe der Lehrbeauftragten ist, würde Tremmel es im Falle einer Wahl auf die zu besetzende Statusgruppenposition als seine Aufgabe ansehen, hier zuallererst advokatorisch tätig zu werden. An den Fakultäten, an denen das Recht und die Pflicht zur Lehre bereits festgeschrieben sind, geht es darum, die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Privatdozent_innen zu verbessern. So ist z.B. das Recht auf Doktorandenbetreuung derzeit unterschiedlich ausgestaltet, und nicht überall können PDs/apl. Profs es vollständig eigenständig wahrnehmen.

Weiterführender Link:

www.wiso.uni-tuebingen.de/faecher/ifp/lehrende/privatdozentinnen-und-dozenten/pd-dr-dr-joerg-tremmel/zum-download-angebotene-texte.html

 

Mittelbau (1 Sitz + 1 Stellvertreter/in)

 

Christoph Henning, Erfurt:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

Christoph Henning ist Junior Fellow für Philosophie am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftlichen Studien der Universität Erfurt und Privatdozent an der Universität St. Gallen. Seit seiner Promotion in Dresden hat er sich einen Namen als Experte in Sachen Marx und Kritischer Theorie gemacht. In der Schweiz habilitierte er 2014 über den »Perfektionismus«, der Norm und Natur im Rahmen einer anthropologischen Ethik vereint. Momentan arbeitet er über den »neuen Materialismus«. Er vertritt eine politische Philosophie und Sozialphilosophie, die die Fächergrenzen überschreitet. So arbeitet er u.a. mit SoziologInnen zu Fragen der Kunst (wie tangiert die Prekarität vieler Künstlerinnen die »Autonomie« und die Richtung ästhetischer Werturteile?), zu Fragen der Wirtschaft (wie ist ein gutes Leben ohne Wirtschaftswachstum denkbar?) und zu Problemen der Kritischen Theorie (wie lassen sich empirische Genealogien von Kritik in einer Kritik reflektieren, ohne deren Geltungsanspruch zu suspendieren?). Er ist Mittelbauvertreter am Max Weber Kolleg und mit Leidenschaft Vater zweier Vorschulkinder, von denen er derzeit am meisten lernt. 

Ziele der Vorstandsarbeit: 

  1. Einsatz der DGPhil für langfristige berufliche Perspektiven in der Philosophie auch jenseits der Professur
  2. Einsatz für regionale Mittelbau-Vernetzungstreffen im Rahmen der DGPhil
  3. Einsatz der DGPhil gegen unbezahlte Lehre
  4. Erwägung der Errichtung eines Experten-Pools zur Vermittlung philosophischer Perspektiven hinsichtlich medialer Stellungnahmen zu aktuellen Themen (aus Wirtschaft, Politik und Kultur)

Weiterführende Links:

https://www.uni-erfurt.de/max-weber-kolleg/personen/christoph-henning 

uni-erfurt.academia.edu/ChristophHenning

 

Daniel Kersting, Jena:

Vorstellung und Forschungsschwerpunkt:

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Friedrich-Schiller-Universität Jena; aktuell arbeitet er an einem Habilitationsprojekt im Bereich der Politischen Philosophie (Arbeitsschwerpunkte: Kosmopolitismus, Demokratietheorie, Flüchtlingsbegriff). Promotion im Fach Philosophie an der Philipps-Universität Marburg mit einer Arbeit über die personale Bedeutung des menschlichen Todes. Langjährige Erfahrung in interdisziplinären Forschungszusammenhängen und hochschulpolitischer Arbeit; großes Interesse am Zusammenhang von Philosophie und Didaktik sowie an Fragen der Gleichstellung und der Intersektionalität.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

  1. Arbeitsbedingungen im Mittelbau: Entwicklung von Konzepten v.a. zur Verstetigung von Stellen über die Qualifikationsphasen hinaus – in Kooperation mit den bereits bestehenden bundesweiten und lokalen Initiativen
  2. Lehramtsstudiengänge Philosophie/Ethik: Entwicklung von integrativen Lehrkonzepten v.a. zur Verbesserung der fachwissenschaftlichen Anteile des Lehramtsstudiums; Vernetzung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik – in Kooperation mit der Vertretung des Lehramts und der Fachdidaktik
  3. Kritische Selbstreflexion des Faches: Zusammentragen bereits bestehender Methoden und »best practices« zur Verbesserung der Arbeits- und Kommunikationsbedingungen in Seminaren, auf Fachtagungen, in Forschungsprojekten und Forschungsprozessen – in Kooperation z.B. mit der Society for Women in Philosophy e.V. und im Anschluss an bereits bestehende lokale Initiativen.

Weiterführender Link:

www.ifp.uni-jena.de/Webseiten+der+Mitarbeiter/Dr_+Daniel+Kersting.html

 

Lehrer/innen (1 Sitz)

 

Henning Franzen, Berlin:

Vorstellung und (Forschungsschwerpunkt):

Ich bin Lehrer für Philosophie, Ethik und Mathematik am Humboldt-Gymnasium in Berlin und koordiniere dort auch die Zusammenarbeit mit den Berliner Universitäten. Im Rahmen der Lehrer*innenausbildung bin ich tätig als Fachseminarleiter am schulpraktischen Seminar Berlin-Reinickendorf, Koordinator der Fachseminare Ethik/Philosophie in Berlin und abgeordnet für Fachberatung im Praxissemester am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem bin ich Autor und Herausgeber verschiedener Unterrichtswerke und fachdidaktischer Aufsätze für die Fächer Ethik und Philosophie.

Ziele der Vorstandsarbeit: 

In der Deutschen Gesellschaft für Philosophie wäre es mir u. a. ein Anliegen, den Philosophieunterricht (bzw. den Unterricht in verwandten Fächern) an allgemeinbildenden Schulen stärker in den Fokus zu rücken, auf politischer Ebene die Unterrichtssituation in der Fächergruppe Philosophie/Ethik und verwandten Fächern sowie die Situation in der Lehrer*innenausbildung zu verbessern (noch immer wird beispielsweise in manchen Bundesländern viel fachfremd unterrichtet), aber auch ganz praktische Möglichkeiten der Kooperation zwischen Schulen und Hochschulen auszuloten – wie ich das an meinem Standort Berlin schon mit sehr konkreten Vorhaben durchführe.